Ein Steuerberater zeigt sich frisch und freundlich

Für das Grafikcafe durfte ich Marc Parchows Kanzlei für Steuerberatung in Geltendorf einen neuen Auftritt texten. Schauen Sie sich das einmal an. So frisch kann Kompetenz in Steuerrecht aussehen.

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Kochan macht´s möglich

Inzwischen im dritten Jahr schreibe ich für Kochan und Partner Reisetexte. Möglichst so, dass die Sprache über den Kopf ins Herz und von da in die Beine geht. Die Leser sollen ja reiselustig werden. Ich werde beim Schreiben sowieso immer lustig, weil die Reiseschreibe Spass macht und ich da mit besonders netten Kollegen zusammenarbeiten darf.
An alle anderen Agenturen, die sich auf meine Seite verirren mögen deshalb der hoffnungsfrohe Aufruf: Davon bitte mehr! Und an Kochan & Partner ein großes „Dankeschön und: ad multos annos!“.

Schau an: Pitch gewonnen.

Seit kurzem ist es raus: Phocus brand contact aus Nürnberg setzen die neue Positionierung von Bosch Rexroth um. Als der Art Director der Agentur mich fragte, ob ich bei dem Pitch als Creativ Director Text mitwirken möchte, war ich sofort interessiert. Rexroth passt zu mir. B2B, innovative Technik, ein Unternehmen mit Geschichte und Standing. Und jetzt kann es losgehen. Freue mich auf die Projekte.

Texten wegen und gegen Hartz IV

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Bayern (so heißt die wirklich) hat Elisabeth Panzenböck und mich beauftragt, ein klares Statement zu Hartz IV zu konzipieren. Wir werden das Thema bald wieder neu aufgreifen. Die Kampagne geht weiter.
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Gute Lesbarkeit als Rechenaufgabe

Ich will Ihnen noch zwei Indices zur Lesbarkeit erläutern. Und zwar den Gunning´s Fog Index und Flesch-Kincaid Grade Level. Beide Formeln führen zu einem anschaulichen Ergebnis. Es gibt an, nach wie vielen Schuljahren eine Leserin oder ein Leser den Text verstehen kann. In beiden Berechnungsarten hat die Wortlänge starken Einfluss auf das Ergebnis. Hier ist die deutsche Sprache – reich an üppigen Komposita – gegenüber der englischen naturgemäß im Nachteil. Die Ergebnisse müssen also bei deutschen Texten milde interpretiert werden.
Und so geht es:

Gunning´s Fog Index
In drei Schritten:
1) Nehmen Sie sich einen Text mit mindestens 100 Wörtern vor. Ermitteln Sie die durchschnittliche Satzlänge (DSL). Dazu teilen Sie die Anzahl der Worte durch die Anzahl der Sätze.
2) Bestimmen Sie jetzt den Prozentsatz der schweren Wörter. Das sind alle, die drei oder mehr Silben haben. Ausnahmen: Eigennamen und umgangssprachlich gebräuchliche Wörter. Außerdem werden Suffixe an Verben abgerechnet („gegangen“ hat drei Silben. Es ist aber abgeleitet von „gehen“ und gilt deshalb als einfach). Teilen Sie nun die Anzahl der schweren Wörter durch die Wörter insgesamt. Multiplizieren Sie das Ergebnis mit 100. Sie kennen nun den Prozentsatz schwerer Wörter (PSW).
3) Der Rest ist einfach: Gunning Fog Index = 0,4*(DSL+PSW).

Keine Lust selbst zu rechnen? Bequemer geht es
online mit Copy&Paste.

Flesch-Kincaid Grade Level
Ebenfalls in drei Schritten:
1) Die durchschnittliche Satzlänge kennen Sie ja schon von oben (DSL).
2) Teilen Sie nun die Anzahl der Silben im Text durch die Anzahl der Wörter. Das Ergebnis ist die durchschnittliche Silbenanzahl der Wörter im Text (DSA).
3) Setzen Sie beides in diese Formel ein: Flesch-Kincaid Grade Level= (0,39*DSL) + (11,8*DSA)-15.59

Das war es.

Zu umständlich? Dann sollten Sie sich die
Flesh-Freeware herunterladen. Lassen Sie Ihren Rechner rechnen!

Mal sehen, was dieses Posting taugt. Test bestanden. Es ist gut lesbar:
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Social Media – schon im Rückstand, Herr Vorstand?

So ungefähr sieht der Albtraum eines jeden gestandenen Firmenpatriarchen aus: Von der Geschäftsleitung über das mittlere Management bis zur Büroassistentin publizieren sehr viele Mitarbeiter öffentlich und weltweit zugänglich einer ziemlich diffusen Leserschaft, was die – hoffentlich – lesen will oder auch nicht. Die Mitarbeiter stehen als Autoren mit Foto und Kurzbio im Netz. Sie pflegen direkte Kontakte zu Bekannten und Unbekannten, die sich aus wenig transparenten Gründen für den einen oder anderen Blogbeitrag interessieren, oder irgendein gelegentliches Mitarbeiter-Gezwitscher aufschnappten. Früher hieß es: Wer pfeift, fliegt. Whistleblower verstossen gegen die Vertraulichkeitsvereinbarung. Und jetzt soll unser Personal selbstverantwortlich zu Unternehmensthemen twittern? Wer wird diese Büchse der Pandora wieder schließen können, wenn wir sie einmal aus Leichtsinn geöffnet haben?

Und das erzählt der neue, alerte Marketingchef dem Vorstand so lange, bis der ein erstes Testprojekt abnickt: „Auf Facebook, Twitter und in den Blogs der Community wird über uns und unsere Produkte gesprochen. Wir sind Thema und reden nicht mit. Keiner liest dort unsere Presseverlautbarungen. Anzeigen sind verpönt. Advertorials können sie vergessen. Wir müssen uns zeigen: Unser Unternehmen, unsere kompetenten Mitarbeiter, unsere Innovationskraft. Wir sollten Themen vorgeben. Wir sollten die Community nutzen. Klar kostet das Geld. Aber was kostet es uns, als intransparentes, distanziertes und anachronistisches Unternehmen wahrgenommen zu werden? In den Netzwerken kommen wir näher an unsere Kunden und zukünftigen Mitarbeiter heran“ usw.

Es ist einfach zu erkennen: Hier treffen zwei Denkweisen aufeinander, die nicht leicht miteinander in Einklang zu bringen sind. Der Reeder sagt: „Lass uns große Fenster am Schiffsrumpf anbringen. Die Menschen wollen sehen, wie beeindruckend es in unserem Containerschiff aussieht, wer bei uns mitfährt und was wir alles geladen haben.“ Da antwortet der Industriekapitän: „Fenster im Rumpf? Damit schlagen wir nur ein Leck. Wer unser Schiff sehen will, soll anheuern.“

In jedem Unternehmen kommt beim Thema Social Media irgendwann die Frage auf: Sind wir das denn? Ist das unsere Unternehmenskultur? Können wir das glaubwürdig darstellen? In Social Media gelten andere Kommunikationsregeln als sie die Marketingabteilungen bislang gewöhnt waren. Hier geht alles sehr schnell. Es wird ungeschönt kommuniziert und kommentiert, insgesamt schwer kontrollierbar. Texte stimmen, wenn Sie echt und nützlich sind, nicht wenn sie genial kreativ sind. Was wie bezahlt aussieht, weckt eher einen Verdacht und wird abgelehnt. Kurz: Es geht um Authentizität. Die kann man nicht von Werbeagenturen kaufen. Ein Unternehmen, das sich für Social Media öffnet, sollte auch offen, sozial und mitteilsam sein. Wer die Karte „Social Media“ ausspielt, muss ihre beiden Seiten akzeptieren. Vorne liest man auf ihr „Social Media Marketing“. Dreht man sie um, steht dort: „Enterprise 2.0“.
Ein schöner Schlusssatz. Und ein kleiner Ausblick, wie es in einem der nächsten Postings weitergeht. Stay tuned.

Scrivener

Sie rufen den Handwerker. Sind Sie ihm dankbar, wenn er Ihnen selbstlos den Inhalt seines Werkzeugkoffers erklärt? „Verehrte Dame, seit ich diese Rohrzange mein Eigen nenne, bin ich ein glücklicherer Klempner. Darf ich sie Ihnen in ihren wichtigsten Vorzügen vorführen?“ Sie würden wohl mehr oder weniger höflich ablehnen.

Bei einem Texter und Konzeptioner stellt sich die Sache schon anders dar. Inhalte recherchieren, sichten, erstellen, sortieren, gewichten, komponieren – das muss jeder, der in Projekten arbeitet in der einen oder anderen Weise. Ich verwende für praktisch jeden meiner Arbeitsschritte die Software Scrivener. Sie ist eine kurze Empfehlung wert.

Scrivener gibt dem Anwender größtmögliche Freiheit, alle Arbeitsabläufe so zu gestalten, wie er oder sie es gern hat. Die Software stellt aber für sehr viele Arbeitsabläufe bemerkenswerte Hilfen zur Verfügung: Meine Favoriten sind der „Binder“, das „Scratchpad“, das „Corkboard“ und die „Templates“.

Binder – sammeln, sichten, komponieren
Scrivener läßt sich beschreiben als ein Textverarbeitungsprogramm mit gewissen Datenbank- und Projektmanagement-Fähigkeiten. Man legt in Scrivener keine Textdatei an. Man sichert ein Projekt, in dem sich beliebig viele Texte, aber auch andere Dateitypen befinden können. Alle Informationen sortiert man im „Binder“. Wer das Dateisystem von Windows oder Mac gewohnt ist, steht mit dem Binder von Anfang an auf vertrautem Fuß. Er ist der Explorer für das Projekt.
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Scratchpad – die Ablage für alle Fälle
Im Binder gibt es einen Ordner „Research“ (man kann ihn umbenennen). Welche Informationen auch immer Ihnen bei der Recherche über den Weg laufen – im Ordner Research können Sie sie per Drag-and-Drop sammeln. Scrivener akzeptiert Texte, Bilder, PDF-Dokumente, Filme, Webseiten und Audiofiles. Mit dem so genannten Scratchpad können sie diese Informationen auch dann in Ihrem Scrivener-Projekt sammeln, wenn Scrivener nicht sichtbar ist. Mit einer Tastenkombination rufen Sie das Scratchpad-Fenster auf und sichern Ihren Fund für Ihr Projekt. Natürlich könnten sie auch alle Informationen in einen Ordner im Explorer oder Finder legen. Aber rufen Sie dann einmal die Dateien auf: Es öffnen sich diverse Programme, die jeweils für ihren Dokumenttyp zuständig sind. Das Chaos beim Suchen und Sichten ist vorprogrammiert. Im Scrivener-Projekt ist alles beieinander – in nur einem Scrivener-Fenster.
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Corkboard – pinnen, bis es passt
Im Ordner „Draft“ im Binder werden die Textdateien angezeigt, die Sie anlegen. Der Trick ist: Es sind wirklich einzelne Textdateien. Sie können sie im Binder sehr einfach herumschieben, anders gruppieren, in Ordnern sammeln, stapeln oder sonstwie sortieren. Das funktioniert erstens im Binder mit den Dateien. Es geht aber zweitens auch in einer Outliner-Ansicht, wie sie beispielsweise Word-Anwender unter dem Namen „Gliederung“ kennen. Die dritte Möglichkeit gibt es nur in Scrivener: Auf dem „Corkboard“ zeigt die Software alternativ jede Textdatei als eine Karteikarte an, mit einer Kurzzusammenfassung ihres Inhaltes. Hier können Sie nun wie an einer Pinnwand die Karten herumschieben und umgruppieren, bis alles da sitzt, wo sie es haben wollen. Eine wunderschöne Idee, wie man mit Textmodulen experimentell größere Gliederungen ausprobieren kann.
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Templates – schaffen Sie sich individuelle Vorlagen
Scrivener unterstützt Projektvorlagen und Templates in Projekten. Ich habe eine Projektvorlage „Text“ mit den von mir bevorzugten Schriftgrößen, Farben, Ordnern etc. In dieser Projektvorlage habe ich Templates gespeichert. Das sind vorpräparierte Textdateien für bestimmte Einsatzzwecke, zum Beispiel für „Broschüre“, „Website“ und andere mehr. Ich kann nur andeuten, was sich alles individuell vorkonfigurieren läßt in Scrivener. Am Ende hat jedenfalls jeder und jede eine individuelle Projekttextdatenbank, die genau der je eigenen Arbeitsweise entspricht.

Scrivener bietet darüber hinaus noch sehr viele nützliche Funktionen, wie zum Beispiel „Snapshots“ von einzelnen oder allen Texten, also eine Versionierung im Projekt; eine Verschlagwortung von Dateien mit Keywords; Eine Unzahl an Exportmöglichkeiten; E-Book-Unterstützung; Kommentare und Fußnoten – man muss es selbst erkunden. Ich nutze die Software seit Jahren. Sie ist kein einziges mal abgestürzt. Kein defektes Projekt. Wenn ich Ihnen nun noch sage, dass Scrivener für knapp 33 Euro zu haben ist (Windows oder Mac), dann werden Sie seinen Erfinder, Keith Blunt, für etwas exzentrisch oder jedenfalls unmäßig philanthropisch halten. Nun, er ist Engländer, falls das etwas erklärt. Jedenfalls ein ganz feiner Entwickler. Probieren Sie es aus.

Immer wieder neu bei Siemens: new@Siemens

Siemens stellt Jahr für Jahr eine fünfstellige Zahl an Mitarbeitern neu ein. Je schneller sich die frischen Siemensianer im Konzern zurecht finden, desto eher beginnen sie, produktiv zu arbeiten. New@Siemens ist eine Plattform im Intranet, die in ca. sechs kurzweiligen Stunden Neulinge in die Geheimnisse der Siemens-Organisation, ihrer Strategie, ihrer Ziele und ihrer Kunden einführt. Ich wirke im Redaktionsteam von new@Siemens als Texter mit. Gemeinsam mit den Fachleuten von Siemens überarbeite ich die Web-based Trainings, konzipiere neue Lernkapitel und texte um, was sich im Konzern geändert hat.

QS2M holen sich den GEWOFAG Pitch

Die GEWOFAG vermietet in München mehr als 34.000 Wohnungen und gehört damit zu den größten Unternehmen in der Immobilienbranche vor Ort. Im Februar luden mich Quass, Sigl und Maurer dazu ein, gemeinsam den Agentur-Pitch der GEWOFAG zu gewinnen. Mit einem klaren Konzept für eine umfangreiche Unternehmensbroschüre und ein paar Seiten geschliffener Beispieltexte überzeugten wir Marketing und Geschäftsleitung.

Lesefreundlichkeit: Darf´s ein bisschen kürzer sein?

Lesefreundlichkeit hat viele Aspekte. Einer der Wichtigsten ist die Satzlänge. Wolf Schneider schreibt, in der Bildzeitung seien die Hälfte der Sätze lediglich fünf Worte lang. Das ist für viele werbliche Zwecke wohl zu kurzatmig. Die radikale Kürze hat aber den Vorteil, von nahezu jedem Deutschen verstanden zu werden. Ich versuche bei meinen Copytexten, im Schnitt unter 15 zu bleiben. Gute Textersoftware – wie Scrivener oder Spell Catcher – zeigt die entsprechenden Werte an.

Es gibt auch ein paar Algorithmen, die noch mehr Parameter verarbeiten. Zum Beispiel auch die durchschnittliche Silbenanzahl pro Wort.
Flesch´s reading ease: Auf der Skala von 0 bis 100 sind wenigstens 60 Punkte zu erreichen. Das ist nicht ganz trivial. Schließlich wurde der Flesch Algorithmus für die englische Sprache konzipiert. Deutsch ist durchschnittlich um den Faktor 1,2 länger. Ich klopfe mir also meistens schon bei einem Fleschwert von 50 Punkten auf die Schulter.

Dieses Posting ist ein gutes Beispiel für Lesefreundlichkeit:
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Was sich hinter den Bezeichnungen Gunning´s Fog Index und Flesch-Kincaid Grade Level verbirgt, erkläre ich Ihnen ein andermal. Heute nur noch ein nützlicher Link. Sie können sich den Fleschwert eines Textes auch online errechnen lassen:
http://www.leichtlesbar.ch/html/index.html


München: Ansichtssache? Stadtgestalt sehen, erkennen, verstehen

Für QS2M durfte ich den Text der Ausstellung „Ansichtssache? Stadtgestalt sehen, erkennen, verstehen“ schreiben. Ein tolles Projekt zur Stadtplanung in München. Die Texte zu entwickeln, hat mir große Freude gemacht. Ich war natürlich auch bei der Eröffnung, wo OB Ude gewohnt souverän eine Lanze für die Winterspiele 2018 im bayerischen Oberland brach und danach auch auf das Thema der Ausstellung zu sprechen kam. QS2M waren zufrieden. Ihr Werk hat von Anfang an begeistertes Feedback erhalten.